Am gestrigen Abend haben wir die Gäste aus Vörden bei uns an der Bergstraße zum Nacholspiel begrüßen dürfen. Die Vördener befanden sich mit 21 Punkten auf dem 13.Tabellenplatz, daher war die Ausgangslage ähnlich wie beim Spiel zuvor gegen Lüsche.
Da wir die vorherigen Spiele souverän und jeweils deutlich gewonnen haben, war es notwendig die Konzentration in den Köpfen der Jungs aufrecht zuerhalten und jedem einzublößen, dass das wiedermal kein Selbstläufer werde und jeder 100% geben müsse.
Zum abendlichen Sonnenuntergang und der lautstarken Unterstützung unseres Stadionsprechers, Kai Landwehr, schickte Corvo folgende Startelf auf den Platz:
M.Bindrim, F.Fischer, M.Knaub, D.Serwuschok, C.Kemper, A.Sedlak, M.Heil, A.Utas, W.Herzog, M.Buck, J.Beck
Uns wurde gleich in den ersten Minuten bewusst, wie diese Partie an diesem Abend ablaufen wird. Vörden zog sich komplett in die eigene Hälfte zurück und überlies uns das ganze Spiel. Hiermit taten wir uns zunächst relativ schwer und probierten die kompaktstehenden Vördener (oftmals neun gelbe in derem Strafraum) durch lange Bälle über die Abwehrreihen zu überwinden. Die Bälle kamen aber zunächst nicht an oder konnten im letzten Moment noch unterbunden werden, sodass in der ersten Viertelstunde keine große Möglichkeit zustande kam.
In der 17.Minute konnten unsere und Zuschauer und wir das erste Mal zum Jubel ansetzen. Bucki wurde am Rande des gegnerischen Strafraumes bedient, drehte sich mit einer brusthohen Ballannahme um den Gegenspieler und verwandelte mit einer direkten Abnahme ins kurze Eck zur 1:0 Führung. Wieder mal ein klasse Ding von ihm und wieder mal ging unser Plan einer frühen Führung auf.

Sed bewies wieder mal seinen ausgeprägten Torriecher und konnte mit seinem Viererpack an die Spitze der Torjäger heranrücken
Diese sollten wir gleich sieben Minuten später durch den Hauptakteur des Abends ausbauen können. Seds erster Streich gelang ihm in der 24.Minute. Vorausgegangen war hier eine schöne Ablage von Chris innerhalb des Strafraumes, bei dem wir aber noch am gegnerischen Torhüter scheiterten. Sed war jedoch sofort zur Stelle und köpfte den Abpraller zur 2:0 Führung ins Netz.
Von den Vördenern kam weder ein Aufbrausen noch sonst irgendwas, sie “spielten” ihren Stiefel weiter runter indem sie extrem tief standen und nur durch lange Befreiungsschläge Kontermöglichkeiten suchten. Unsere Abwehr um Pole, Flo und Chris konnten diese Bälle aber stets mit Sicherheit abfangen.
In der 35. Minute gelang uns der nächste Treffer. Jan wurde rund 25 Meter vor dem gegnerischen Tor bedient und nicht angegriffen, sodass er mit einem trockenen Schuss ins untere linke Ecke zur 3:0 Führung erhöhen konnte. Anschließend wechselten die Vördener ihren besten Mann in der Offensive aus, der vermutlich schon angeschlagen in die Partie gegangen war, aber gegen Andi keine Schnitte besaß.
Wir waren weiter spielbestimmend und kamen durch Diagonalbälle, Freistoße, Ecken und Passkombination zu weiteren guten Gelegenheiten, welche aber bis zur Pause nicht genutzt werden konnten.
In der Pause analysierte Corvo den bisherigen Verlauf kurz und knackig – Vörden wollte kein Fussball spielen und war nur auf Schadensbegrenzung bedacht. Demnach sollten wir früh Druck ausüben und die Vördener in ihren eigenen Reihen zu Fehlern zwingen.
Zur zweiten Hälfte wechselten wir aufgrund vorsorglicher Maßnahmen Panne für Andi ein, der Rest blieb unverändert. Das Flutlicht kam jetzt voll zur Geltung, sodass die Atmosphäre sich zu einem wunderbaren Flutlichtspiel mit tollen Zuschauern entwickelte.
Wir setzten die Vördener Abwehrreihen sowie deren Torhüter frühzeitig durch clevere Anläufe unter Druck und konnten uns so oftmals weit in der gegnerischen Hälfte den Ball erobern. Daraus resultierten gute Möglichkeiten für uns, mit denen wir aber nicht konzentriert genug oder zu leichtsinnig umgegangen sind.
Ab der 53. Minute nahm nun aber die Show des Alexander Sedlak seinen Lauf, mit der er folglich einen lupenreinen Hattrick schnüren sollte. Eine hohe Flanke von rechts an den Strafraum gab er nicht auf und eroberte sich den Ball am linken Strafraumrand wieder. Von da aus ließ er seinen Gegenspieler stehen und zirkelte den Ball ins kurze Torwarteck zur 4:0 Führung. Sein drittes Tor machte er rund acht Minuten später. Der stark aufspielende Wladi vernaschte auf der rechten Seite seine zwei Gegenspieler und spielte einen klugen Ball vor die Abwehrreihen in den Strafraum zu Knaubi, der aus kurzer Distanz am Torwart scheiterte. Wieder war Sed sofort zur Stelle und verwertete den Abraller zum 5:0.
Anschließend führten wir unsere nächsten beiden Wechsel durch, Schäppi kam für Bucki (65.) und Apu für Wladi (71.) in die Partie.
Nach dem letzten Tor verflachte die Partie sehr, wir spielten zu leichtsinnig und verloren unnötig die Bälle im Mittelfeld. Vörden kam in dieser Zeit zu einer guten Kontermöglichkeit, jedoch behielt Kuddel im eins gegen eins die Oberhand und konnte zur Ecke parieren.

Benni konnte nach langer Leidenszeit und Verletzungspech wieder die ersten Minuten auf dem Rasen für uns und mit uns absolvieren
In der 80.Minute war es dann endlich soweit und der zweite Mann des Abends kam in die Partie. Zur riesengroßer Freude aller konnte Benni sein Comeback im lila-weissen Dress feiern und wurde unter großem Jubel und Rufen unseres Stadionsprechers für Knaubi eingewechselt. Freut uns sehr, dass du nun mehr nicht nur am Rand sondern auch wieder auf dem Platz aktiv dabei sein kannst!
Benni war auch gleich am Schlusspunkt der Partie maßgeblich beteiligt. In der 90.Minute setzte er nach einem Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum zum Fallrückzieher an und verlängerte damit den Ball nach Außen – na zu wem wohl – Sed, der wieder seine eiseskälte im Abschluss demonstrierte und zum Endstand von 6:0 einnetze. Mit dem Pfiff zum Tor beendete der Schiedsrichter auch daraufhin die Partie.
Fazit: Die Gäste aus Vörden waren zu keiner Zeit der Partie gewillt, irgendetwas aktiv zu unternehmen. Sie standen das ganze Spiel kompakt in ihrer Hälfte und waren lediglich auf Schadensbegrenzung bedacht, womit wir uns zunächst relativ schwer getan haben. Dennoch blitzte unsere offensive Qualität das eine oder andere Mal durch, wodurch wir unsere Tore 90-95 erzielen konnten. Der Sieg ist auch in der Höhe verdient.
Mit diesem Sieg konnten wir nach Spieltagen mit unseren Verfolgern gleichziehen, sodass wir aktuell einen komfortablen Vorsprung in Höhe von 12 Punkten auf Platz 2 (Oythe III) und 18 Punkten auf Platz 3 (Damme II) besitzen. Die nächste Partie ist wieder ein Heimspiel an der Bergstraße. Gegner wird am kommenden Sonntag, den 14.04. um 15.00 Uhr, die Reserve von Bakum (Platz 12) sein. Hier gilt das selbe Motto wie am gestrigen Abend: in der Festung werden keine Punkte abgegeben! Über die Unterstützung durch unsere Zuschauer wie am gestrigen Abend freuen wir uns sehr!
Bis dahin!